Es gab schon einmal eine Zeit, als ich zu ersticken drohte. Dann ging ich ins Kino und sah Into the Wild. Sean Penns Meisterwerk über die Versuche des jungen „Alex Supertramp“, abseits der gebahnten und programmierten Karriere zu leben – sich dort draußen in der Wildnis in (mag sein) gefährlichen Exerzitien zu erproben und „zu finden“. Nun ist es erneut stickig, nur deutlich schlimmer und zusetzender. Umstellt von aufgerückter Angst zappelt dieses neurotische Täter-als-Opfer-Land angeschossen von sonstwas im Kreis herum und erteilt in alle möglichen Richtungen meist sinnlose Befehle und hyperventiliert informationell. In Pamplona lassen sie die Stiere los und die Leute flitzen um ihr Leben. Werbung für den Stierlauf 2022: „Balkon oder mitrennen?“
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