Vorwärts im Schritt

Genug der dystopischen Filme und Erzählungen. Ich mag mich nicht mehr nach vorn gruseln lassen. Irgendwas mit Weltuntergang, Totalitarismus, technoider Kastenwesen, Privilegien für die Alphas, die Erde ein Wüstenplanet, ausgeplündert und schweflig. Wissenschaft und Künstliche Intelligenz, modernes Raubrittertum plus Sklaverei. Sind die Utopien allesamt verbrannt oder haben sie sich von ihrer Rückseite gezeigt? Zugleich höre ich von jenseits des Atlantik, wenn auch leiser werdend, „how to make the world a better place“. Politische Phraseologie, naive Hoffnung, ehrliches Bemühen oder Agenda zur Durchsetzung kapitaler Interessen? Wem ist zu trauen, wem was zuzutrauen? Ich will für mich achtgeben, daß ich nicht eines Tages liege wie ein Fisch, der auf dem Trockenen nach Luft schnappt und zappelt. Wir leben in interessanten (das sind die gefährlichen) Zeiten und werden gezwungen, neu lesen zu lernen. Dazu aus dem Jahr 1985 Road to Nowhere, Talking Heads.


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