Ohne Ziel

Und es kommt noch viel schlimmer – ich bin zeichenbedürftig und glaube an Wunder – neige zu Aberglauben und irren Geschichten – poetisiere die Welt nach Bedarf und Bedürfnis – und durchschaue mein eigenes Bedürfen nach Strich und Faden. Ich bin kritisch, bin zersetzend, bin ätzend. Ich bin mit fast allen Wasser des aufklärerischen, das heißt für mich positiv: klärenden Denkens begabt – und spezialisiert auf intellektuelles Fallobst und unredliches Treiben im Namen der großen und offenbar heiligen Vernunft. Ich kenne die Verstecke des aufklärerisch sich gebenden Verbergens, das hinter den Bannern der wohlfeilen Parolen liegt und dazu dienen soll, die Machenschaften zu verbergen, die im Namen des Errungenen angeblich fortführen, was die Edlen der ersten Tage und Stunden begonnen haben. Offenbar ein Glaube, immerhin eine Hoffnung. Wir werden sehen. Wenn die Gläubigen aller Breiten und Zeiten bloß nicht so blind wären, sie erkennten auf Anhieb einander und könnten sich trösten. Ich sehe ihnen dabei zu und nicke freundlich. Tut, wie euch geheißen. Ich gehe spazieren in den Gärten der Welt und gebe mir Mühe, nicht über meine eigenen Füße zu stolpern. Der Weg ist weit.


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