Wissensglaube

Das Heftige ist mir gegeben als Geschenk – und lerne Geduld. Seit Jahren. Nun sind mir beide Disziplinen vertraut, und ich vertraue darauf, daß die richtige anspringt, wenn es um etwas geht. Es geht nun um etwas, das fühlte ich im April des vorletzten Jahres. Später denkt es sich auch und läßt sich in Satzfolgen darlegen, rational-kausal. Später also wanderte es ins Gedankliche, und seitdem werke ich an meinen Gedanken zu der großen Krise herum. Ich bin langsam, ich bin schnell. Nicht schnell ist der bäuerliche Teil meines Wesens – der kaut und mahlt und verdaut vierfach wie eine Kuh. Deshalb auch bin ich nicht leichtfertig, meistens nicht. Dann wieder geht alles so schnell in mir, daß ich mich wundern muß, aber nicht dazu komme, mich ausgiebig zu wundern, da bereits etwas veranlaßt ist, das offenbar von mir ausgeht. So überrasche ich andere und mich selbst. Die C-Geschichte dampft nun ab, macht schnell noch hohe Wellen. Ich freue mich auf die Nachbereitung, da in ihr kurz aufscheinen wird, worum es eigentlich geht. Nicht um Verschwörung, allenfalls um Interessen. Vielmehr aber um Angst und Angstabwehr, um einen Glaubenskrieg, der tiefe Wurzeln hat. Letztlich um die Frage, ob „die Wissenschaft“ „den Glauben“ ersetzen kann oder längst ersetzt hat. Dann verstünden wir die laufende Debatte besser, wie mir scheint.


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