Wie geht’s Woyzeck

Wie gut, daß man schreiben und sagen kann. Muß auch gar keiner zuhören, zur Not nimmt’s der Wind. Ich denke letzter Zeit an Kasernenhöfe, Erziehungsheime, Besserungsanstalten, an den Ton, der dort herrscht, und wie sie wissenschaftlich abgestimmt und gerechtfertigt einen dort behandelt haben und noch behandeln. Von oben herab verfügen, was gut ist für den Patienten, den Schutzbefohlenen. Ich sehe Fliesen und Gitter wie im schlimmen Film, lese Die Turnstunde von Rilke. Man soll sich nicht wundern, aber ich tue es trotzdem.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Wie geht’s Woyzeck

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert