Ausnahmen bestätigen die Regel, sagte man mir als Kind

Endlich geht es mal um etwas – das dachte ich nach einigen Wochen Verstörtheit und beginnender C-Krise, eines Morgens beim Aufstehen. Dieser schmale Gedanke war das einzige Hoffnungszeichen nach etlichen Tagen oder eher wohl Wochen, das mir einfiel. Ich mußte es denken, denn zu sehen oder zu hören waren nichts als diffuse Angst und wissenschaftliche Vermutungen. Tödliche Viren unterwegs, Särge in Bergamo, Schreie der Eingesperrten in Wuhan. Endlich geht es mal um was – ich konnte nicht ahnen, in welche Richtungen ich mich oder wir uns würden bewähren müssen. Ich beobachtete das Verhalten meiner Umgebung und verfolgte mein eigenes Tun und Lassen. Als die ersten Statistiken vorlagen, war klar, in welche Richtung das Virus gefährlich ist. Daran hat sich nichts geändert. Seitdem warte ich darauf, daß diese Erkenntnis verstanden wird.


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