Der eine steht vor dem Wettladen und schimpft, der andere sitzt fünfzig Meter weiter vor der Bäckerei und schimpft ebenfalls. Als hätten sie sich abgesprochen, schimpfen nie beide zugleich. Mal schimpft der vor der Bäckerei, ein anderes Mal der vor dem Wettbüro. Da sie immer schimpfen, wenn sie dort sind, können sie keinesfalls beide gleichzeitig anwesend sein. Sie schimpfen zeitversetzt. Ich weiß nicht, was sie schimpfen. Es gibt vieles, über das man schimpfen kann oder sollte, eine Zeitlang vielleicht. Sie schimpfen vor sich hin, wenden sich an niemanden bestimmtes, schimpfen in die Luft, auf die Straße, in die Welt. Ich verstehe ihre Sprachen nicht, weiß deshalb nicht, was sie derart erzürnt, daß sie nicht aufhören können damit. Irgendwer mag zuhören, vielleicht sind sie religiös.
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