Übergänge

Nicht sehr oft – und ja: ich sehe noch in jedes Gesicht – kommt mir jemand entgegen mit einem ländlichen Gesicht. Etwas in diesem Gesicht ist offen und schutzlos, staunend auch, sicherlich verwundert. In den Augen, die ich sehe, ist ein Leuchten – das niemand und nichts nehmen soll. Ich kann es nicht besser sagen. Auch eine Traurigkeit ist in diesem Staunen und Verwundertsein und Verwundetsein. Als sei etwas Kostbares verloren, obschon derart viel Neues geboten ist. So stelle ich mir den Übertritt ins Wissen vor, den Austritt aus dem Paradies. Beide sind ramponiert, aber die Städte erfordern andere Widerstandskräfte. Es ist nicht nur wie beim Fußball, der Wechsel von der D- in die C-Jugend: Plötzlich spielt man auf dem großen Feld. Sondern mehr und Schlimmeres auch: Nirgendwo ist „Unschuld“, sofern es sich um menschliches Leben handelt. An den Übergängen muß man etwas von sich geben, etwas abgeben, etwas zahlen (das zählt).


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