Nun doch – der Regen. Die Presse, wie man früher sagte, hat ihn schon gar nicht mehr für möglich gehalten. Es ist 4 Uhr 44 an einem Donnerstag im Mai, die Vögel singen im Regen. Nichts mehr wird gut, scheinen sie sagen zu wollen – nicht die Vögel, sondern die aufgeregten Meinungsmenschen. Regnet es eine Woche lang, werden sie uns daran erinnern, daß die Ernte in Gefahr ist. Tatsächlich war es stets schwierig, die richtige Menge Niederschlag zur rechten Zeit zu bekommen. Deshalb wurde gebetet. Ich entstamme der ländlichen Welt und kenne die Nervosität der Bauern. Für die Bürger geht es um ihren Rasen und ein paar Rabatten, für die Bauern um die Jahresernte. Wiederkehrend habe ich nachts oder frühmorgens Gedanken an die tropischen Regenwälder, wie damals, als ich sechzehn war und dachte, daß die Menschen eines Tages klug genug sein werden, sie nicht nur zu schützen, sondern komplett in Ruhe zu lassen.
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