Viel Spaß noch

Alles Geplante ist mir verdächtig. Buchstäblich alles. Ich halte es kaum aus, muß mich hineinzwingen wie in ein Zuchthaus aus Vorhersehbarkeit. Erst wird gegessen, dann abgewaschen, anschließend spazieren gegangen – wir können ja den Weg zum Friedhof einschlagen und dann hinauf zum Wald; aber laß uns nicht zu lange gehen, sonst verpassen wir unsere Fernsehserie. – Warum dann überhaupt erst losgehen, man weiß doch schon alles. Während also der Plan ausgebreitet wird, habe ich bereits seine künftige Wirklichkeit in der Phantasie durcheilt und weiß nahezu exakt, was sich ereignen wird. Daß ich es weiß oder zu wissen meine, beunruhigt mich über die Maßen. (Ich bin nicht maßvoll.) Was kann ich währenddessen bloß tun, frage ich in den Himmel hinauf oder in mich hinein. Vielleicht sollte ich etwas Unerhörtes tun oder sagen, vielleicht nimmt dann die geplante Unternehmung einen interessanten Verlauf. Ich würde niemals ein Gespräch, das vor mir liegt, planen. Ich verriete es ja im vorhinein an den Feind des Augenblicks und seiner, des Augenblicks, Gunst oder Ungunst. Daß ansonsten die Planung wichtig und unverzichtbar ist und so weiter, das weiß ich schon ein bißchen.


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