Angenommen, wir kommen aus der Angst. Müßten wir nicht zugeben, daß uns zuvor der Mut leitete und ein Vertrauen in die Richtigkeit der Verhältnisse sowie ein Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, ihnen und uns selbst gerecht zu werden. Fragezeichen. Was ist geschehen, daß die Angst derart mächtig werden durfte? Wer und was hat mich mein Ungenügen gelehrt? (Ob es tatsächlich oder nur angeblich ist, spielt an dieser Stelle des Fragens und Nachforschens keine Rolle.) Als Kinder begannen wir vertrauensvoll und waren zutraulich. Ich jedenfalls bilde mir ein, es gewesen zu sein. Die Angst kam bei mir aus den Träumen, aus der Wahrheit der inneren Bilder. Nacht für Nacht wurde ich gefoltert und gequält, in jenen Bildern, die auftauchten und sich abspielten, wenn ich mich schlafen legte und die Augen schloß. So kenne ich den Schrecken und war später nicht sonderlich erstaunt, wenn er wirklich eintrat. Ich hatte ihn ja erwartet, nun ja: mit ihm gerechnet. All die Jahre. So soll auch die Überschrift lauten.
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