Immerhin sieht man Paul Bowles darin, etwa zehn Jahre vor seinem Tod

Himmel über der Wüste – die Bertolucci-Verfilmung von 1990. Paul Bowles‘ Romanvorlage kann die Zeit wenig anhaben. Dem Film sind die Jahre seit Erstaufführung anzumerken. Heute sieht man ihn mit distanzierter Anteilnahme. Ein amerikanisches Paar operiert an seiner Liebesbeziehung vor der Kulisse marokkanischer Sahara-Landschaft. Die Fremde gibt filmästhetisch den Hintergrund, im Vordergrund kämpft und scheitert das Paar. Auch sie, die beiden Liebenden, sind ein Abbild der Fremde – nicht so sehr jener der Landschaft und der ganz und gar anderen Kultur, sondern einer inneren Ferne, die ebenso groß ist wie diejenige, die sie (darin gemeinsam) von dem trennt, was um sie ist. Es wäre falsch, dem Film Exotismus vorzuwerfen. Er bemüht sich, dem zu entkommen. Umso sicherer landet er darin. Das paßt zur Geschichte eines Paares, das zuvorderst mit sich zu tun hat, ähnlich den Protagonisten der großen „westlichen“ Heldenreise. Die Alpen wurden für die Bergsteiger errichtet.


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