Ist in einer Geschichte von einer langen, staubigen Allee die Rede, muß man sich diese Allee, lang und staubig, vorstellen. Das bedeutet, sie vor dem inneren Auge zu sehen. Was voraussetzt, daß man mindestens einmal Leben eine solche Allee gesehen haben muß oder sie sich aus dem eigenen Bildgedächtnis zusammenzubauen versteht. Es ist deshalb gut, wenn man viel gesehen hat und den Geschmack der Straßen kennt, auch den modrigen Geruch der Hinterhöfe. Später, wenn man alt ist, sind diese Erfahrungen Gold wert. Man steigt in die Bilder und läuft in ihnen umher, ganz nach Belieben. Heute ins Maisfeld, morgen an die Steilküste.
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