Es läuft. Wenn es nicht läuft, kriecht es. Wenn es nicht mehr kriecht, liegt es. Wenn es liegt, schläft es oder ist bereits tot. Lebenslauf – das klingt dynamisch. Der Lauf meines Lebens – ich kann es sportlich nehmen. Von hier nach dort, und dort liegt das Ziel, das Glück, die Erfüllung. Offenbarung sogar. So läuft man los, und es ist nicht falsch, davon auszugehen, daß jemand läuft. Siehe die Kinder, die von selbst damit beginnen, wenn sie soweit sind. Wenn etwas in ihnen soweit ist, daß sie zu laufen vermögen, und dann geben sie alles und versuchen es wieder und wieder. Ein Schritt nach dem anderen. Dieses meisterliche Nach-vorn-Fallen. Ich denke auch an den Film Lola rennt. In ihm geht es um Not und Rettung aus der Not. Dazu müssen Kilometer ersprintet werden, wieder und wieder. Denn es gibt drei Fassungen eines möglichen Geschehens, abhängig vom Zufall und den Entscheidungen, die die Protagonisten oder Antagonisten jeweils treffen. Ein Spiel mit Wirklichkeit und Möglichkeit, dem Zwillingspaar unserer zeitgebundenen Existenz.
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