Als ich heute mittag hinunterging zum Hermannplatz, sprach mich ein Mann an und fragte, ob er mir eine Frage stellen könne. Ob ich Deutscher sei. Er sei Ausländer, er sei erst seit vier Tagen hier, nur zu Gast. „Was ist mit diesen Menschen? Haben Sie gesehen? Der Mann mit Decke und keine Hose? Man muß sich waschen, duschen, einmal am Tag.“ Es gab kaum Zeit für ein Gespräch, wir begleiteten uns hundert Meter weit, vielleicht. Der Mann ohne lange Hose und mit einer Decke über der Schulter, bärtig, zum Himmel blickend und die Sonnenstrahlen aufsaugend, ein Jesus-Typ, verzückt, entrückt oder verrückt, war uns entgegengekommen. Ich mochte nicht sagen, die Stadt sei voller Verrückter. Ich sagte: Dies ist eine große Stadt, es gibt viele arme und einsame Menschen.
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