Ich möchte jetzt an einem Sandstrand sein, der so leer ist, daß man kilometerweit niemanden erblickt, der einem Menschen gleichkommt. Es soll windig und kühl sein, dem Himmel zu graubewölkt. Ich habe einen Stock oder Stab dabei, mit dem ich in den Sand zeichnen werde. Linien und Muster, Kreise und Zeichen. Ich möchte sie dort in den Sand zeichnen, wo der Sand hart und gestrichen glatt ist vom ständigen Anbranden der Flut. Ich möchte sehen, was das wird – wenn ich dort zeichne, Bild für Bild. Eins nach dem anderen wird verschwinden, mit der Zeit, mit dem Wasser. Ich möchte zusehen, wie sie verschwinden, oder würde eigens zurückkehren, mich zu vergewissern, daß sie fort sind.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.