Soeben höre ich die Zusammenfassung einer Geschichte in wenigen kurzen Sätzen. Man nennt das Inhaltsangabe. Anschließend weiß ich fast nichts, kenne aber immerhin Ort, Zeit, Personal, Handlung und Problem. Kenne. Nein, ich kenne nicht. Vielleicht habe ich eine Ahnung. Dauernd wollen wir zusammenfassen. Ständig sollen wir Stapel bilden und das Einzelne besiegen, indem wir es hierhin oder dorthin meinen legen zu können, zu müssen, zu dürfen. Wer sagt uns, daß wir das dürfen, müssen, können? Aber Wissenschaft funktioniert so, gnädiger Herr. Werden Sie doch Altenpfleger, dann können Sie sich um das Einzelne kümmern. Wo existiert die Würde des Einzelnen, wenn es sortiert, selektiert und gruppiert wird. Echte Frage: Gibt es ein Schlupfloch? Wo läßt man mich ganz sein, unverwechselbar, unaustauschbar, unverfügbar. Die gierigen Krallen des Interesses greifen nach.
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