Verliere dich nicht

Bis eben ratterte in meinem Kopf noch der Automat, tagesschnell und tageshell. Die Schaltungen funktionierten, die Handlungen gerieten, die Gegenstände gehorchten. Habe auch Menschen gesprochen und sie verstanden. Nun ist Mitternacht verstrichen. Sogar der Rechner, auf dem ich schreibe, atmet durch. Ebenfalls eine Irrsinnsidee von mir – daß die Dinge leben. Nicht biologisch, sondern poetisch. Welcherart sind die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie? Viele Fragen, deren Antworten die Zukunft kennt – wäre sie personal und könnte kennen. Manchmal verstimmt es mich, daß so vieles unerforscht und bisweilen ungeklärt ist. Manchmal ist mir, als hätte ich ein Gespür für eine zukünftige Antwort – doch dann rufe ich zur Ordnung und pfeife mich zurück. Das fiele mir leichter, wäre nicht die Gegenwart durchsetzt von gewaltigen Mobilisierungen, die in die Zukunft zielen, also ins Unbekannte – welches durch solche Mobilisierungen erschlossen und besetzt werden soll. Ich sollte mir sagen: Schluß mit deinem Interesse an solchen Dingen. Vermeide es, dich ablenken zu lassen. Besinne dich auf deine eigene Welt.


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