Das Unwirkliche im Wirklichen. Ständig ist mir, als träumte ich oder halluzinierte. Auch laufe ich Straßen entlang und sehe Gesichter an Köpfen auf Körpern und weiß nicht, was sie zu bedeuten haben. Dieses Vorgestreckte und Vorgezeigte macht mich nervös. Daß wir ein Gesicht haben, uns darauf verlassen können und diesbezüglich lesbar sind, macht sprachlos. Es könnte anders sein. Sofort möchte ich schützen und Gesichter gegen ihre Feinde verteidigen. So geht es hin und her im Denken und Vermuten und Phantasieren. Dieser hohe Grad an Individuation! Oft hätte ich Lust, eine Hymne zu schreiben, doch sogleich wäre sie mir unheimlich. Wie auch jeder Text hinfällig wirkt, nachdem er hinaus ist durch die Tür und dort draußen herumirrt. Man muß auf Kontrolle verzichten, dann laufen die Dinge von selbst, hofft man.
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