Daß sich dort, wo Geist ist oder man auf ihn trifft, leichter atmen läßt, wird jeder wissen. Es ist ein Aufatmen, wenn die Grenzen sich weiten und guter und „hoher“ Sinn aufscheint. Mir ist seit Jahren (Jahrzehnten), als preßte mich – und uns gemeinsam – etwas ein. Es setzt sich auf die Brust und drückt. Während ich also atme, ist mir, als atme ich kaum noch. Ich bekomme zu wenig Luft. In der Geistarmut atmet sich so schwer. Auch geistig röchelt man vor sich hin. Das hat mit dem Mißgebrauch von Macht zu tun und ihrem Mangel an Geist. Wohin ich blicke, und ich blicke in alle nur denkbaren Richtungen, stoße ich auf dieses Röcheln, das fast schon ein Verenden ankündet. Ein Röcheln auf Kanälen und in Institutionen, ein Röcheln in Kirchen und Therapien. Lebendiges wird kleingemacht und sukzessive entwertet. Waltende und weilende Geistlosigkeit agiert und argumentiert reduktionistisch, funktionalistisch, mechanistisch, materialistisch, egalitaristisch und noch weiter mit solchen istischen Konzeptionen von Mensch, Tier, Pflanze, Welt und Wirklichkeit. Maxime solchen Handelns: Übersetze Vorhandenes in Gewinne der Anteilseigner. Als steckte man uns alle in einen primitiven Rechner oder habe es längst getan, und das Ergebnis wäre dasjenige, was wir nach dessen Berechnungen noch sind oder sein sollten. Das, was übrig bleibt: ein kleines Resultat.
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