Frequenzen

Elegie. Klage und Trauer. Wehklang. Abschied in bunten Fahnen, blutgetränkt, schwer zur Erde sich neigend. Das Herunterschlucken des Schlimmen und Unabänderlichen. Und doch eine Stimme, die es singt und sagt. Hoffnung auf ein späteres Erkennen und Verstehen von Schmerz und Verlust. Wenn das Schönste und Beste sich nicht halten läßt, ist doch alles dahin. An den Grabmalen stehen die Verlassenen. „Es ist ein Weinen in der Welt“ (Else Lasker-Schüler), es ist ständig da und zu hören. Die Erde stöhnt durch Mensch und Tier ein Leiden hinaus in den Äther, diese Hoffnungsidee der Klassiker, daß nämlich er uns verbinde durch die Gleichheit im Schmerz in der Tiefe des Wissens. Man kann sich auch taub stellen – man als Nichtswürdiger, als Idiot.


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