Poesie ist keine Verkleidung, ebenso wenig wie die anderen Künste dazu dienen müssen, ein Elend zu ummänteln. Man darf es umdrehen: Kunst als mächtigste und angreifendste Technik unmißverständlicher Verständigung zielt ins Herz der Dinge, also der Verhältnisse, also des Daseins, also der Wahrheit, also der Schönheit, also der Häßlichkeit, also der sinnlichen Intelligenz. Wohin ich sehe und lausche, röcheln die Protagonisten. Ihr Auftritt naht, doch sie sind schwer angeschlagen und bepflastern zahllose Wunden. Von Selbstzweifeln zerfressen taumeln sie durch Tage aus Müll und lastendem Schrott. Arrangement und Engagement – dies durch das oder umgekehrt. Worte finden für das Ungeheure? Wozu noch. Die Band spielt auf zum Schicksalstanz. Erst den Finger, dann die ganze Hand. Wer bist du ohne deine Hand – gib dich ganz. Die Welt ist aufgeteilt in Lager, sagen die Lagerleiter. Lager ist Regal. Niemand muß in nur eine Richtung denken. Ich vergurke diesen ernsthaften Text, der an Künstlerfreunde gerichtet ist und andere Menschen. Niemals danke sagen, wenn sie einen mißachten oder schlagen oder draußen haben wollen, also beseitigen. Nicht kuschen. Nicht freundlich tun, sondern freundlich sein.
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