An- und Absage

Ich will auch schon lange kein Profi mehr sein. Ein halbes oder mehr Leben damit verbracht, mir Begründungen und Rechtfertigungen anzuhören, sie halbwegs zu verstehen und weiterzubeten. Warum dies und das notwendig ist, weshalb es schwierig ist, anderes zu versuchen usw. Legitimationsdiskurse abgelaufen und auf Fehlstellen und Gliedbrüche untersucht. Ich wollte, sollte, mußte mich eingewöhnen in die Welt, wie sie ist. Einen Platz in ihr finden durch Annahme und Nachvollzug der dargereichten oder bereitgestellten Begründungen. Anstrengend, oft unerfreulich, ermüdend. Man läuft sich davon. Nun kehre ich zurück. Der Umweg scheint nötig. Nur wer draußen war, kann heimkehren. Höre ich heute die Profis reden, muß ich grinsen. Ich weiß, auf welchem Trip sie sich befinden. Oft verdienen sie ganz gut. Ich gönne es. Am übelsten sind die sogenannten Sprecher dran. Und wer möchte mit Vorsitzenden tauschen. Dauernd prahlen die damit, daß sie Entscheidungen getroffen haben. Den Rest kann man sich denken.


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