Ozean als Nichtschwimmerbecken

Manchmal jubelt (in mir) kurz das Leben auf. Als eine Freude, als eine Lust. Ich trank heut‘ das satte Gelb der Forsythien mit den Augen aus. (Es ließ sich nicht austrinken, es blieb vorhanden.) Dann wieder werde ich eingetrieben in die kalte Umklammerung der Zernichtung. Die Geistlosigkeit ermattet bis ins Verröcheln. Ich soll nicht dauernd übertreiben, rieten sie mir als Kind. Ich neigte schon damals zu drastisch deutlichen Formulierungen. Mir waren schon damals die gebrauchsüblichen zu schwach, mein Empfinden zu beschreiben. Mir war schon damals, als müßte ich andauernd schreien, damit mich jemand hört. Spürt denn niemand sonst, was ich spüre – bin ich schon so allein. Der Verstand gurgelt weiter. Solange Blasen aufsteigen, scheint er zu funktionieren.


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