„Niemand ist ohne Gott. Das ist Menschen unmöglich. Nur Narren halten sich für autochton und selbstbestimmend. Jeder andere weiß, wir sind geschaffen. Allerdings: alles andere liegt völlig im Dunklen. Gott fortgesetzt mit Blicken und Lippen anzustarren ist in meinen Augen ein großer Frevel. Es setzt ja voraus, daß wir überhaupt für ihn etwas sind, während meine Ehrfurcht annimmt, er geht nur mit einem geringen Etwas durch uns hindurch, und dann geht es auch zu etwas anderem.“
GB, zitiert nach: Gottfried Benn – Schakal und Engel (3Sat 2006)
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