Sich an etwas halten, das nicht hält

Die Sprachen und Wörter haben mit der Wirklichkeit eine Art Assoziierungsabkommen geschlossen, aufgesetzt von den handlungsfähigen Menschen, bestätigt durch täglichen Gebrauch. Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Ahnung, was vorgestern oder irgendwann davor zwischen anderen Menschen und mir vorgefallen ist. Ich könnte, müßte ich darüber berichten, mich an die Vorfälle herantasten und sie vorsichtig berühren. Dies geschähe in mir, also nur in der Erinnerung. Etwas anderes gibt es nicht mehr – die Situationen sind futsch. Das gibt unserem Leben diesen Hauch des Flüchtigen und läßt uns von Vergänglichkeit sprechen. Es gibt nur den Augenblick, doch nicht einmal den gibt es wirklich. Was ist denn?


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