Das unten ausgestellte Dokument gleicht einem Offenbarungseid. Die große Krake frißt auf und spuckt aus, was sie zuvor gefressen und nach Maßgabe ihrer Chief Executive Officer verdaut hat. Schreibe einen Text wie Holger Tegtmeyer, es soll um die Themen Liebe und Verzweiflung gehen, angesiedelt im Allgäu, Kühe sollten darin vorkommen, ebenso noch Bienenhonig, ein Füllfederhalter der Marke Pelikan und ein neues Gedicht. Das wird was. Ich habe in alten Texten nachgesehen, dort schrieb ich, 2019, künstliche Intelligenz sei wie künstliche Existenz. Auf diese hat man es derzeit abgesehen, während die natürliche zum Verschwinden gebracht wird durch vielerlei Anstrengungen. Der Mensch springt aus seiner Natur. Den Autoren würde ich empfehlen, gar nicht erst um Entschädigung zu bitten, sondern gleich die Top-Anwälte einzuschalten und technisch aufzurüsten. Sie müßten nachweisen lassen, daß ihr Stil, ihr Idiom, ihre Ideen abgekupfert und geklaut wurden und werden – und das hoch in Rechnung stellen. Das wäre eine systemimmanente und insofern relevante Reaktion, der Brief aber ist gehalten im Ton der Bittstellerei, aspiriert also Richtung Moral und Mitgefühl. Ist den Autoren denn nicht bewußt, daß auf sie geschissen ist, und zwar jederzeit. Den gleichen Fehler machte schon die Black-Lives-Matter-Bewegung. Wir jodeln niemals die Macht aus dem Raum, niemand kann das. Wir müssen selbst eine sein oder werden, dann jodeln wenigstens zwei oder drei. Das ist ein klein wenig besser. Ansonsten gilt: Entlarvt KI-basierte Texte und Ideen, boykottiert sie. Gegenkultur ist ein starkes Konzept, man darf sich nur nicht kaufen lassen. Ich würde Gegenkultur heute nicht mehr so nennen. Mir fiele was ein, sollte gefragt werden. „Gegen“ gibt stets Energie ab an jenes Andere, auf das man sich meint noch beziehen zu müssen. Blödsinn. Echte Gemeinschaften bilden, nicht die erkauften und erkaufbaren.
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