Einst waren es die da oben. In Liedern der Protestbewegung hießen sie you oder they. Man dachte, es reichte aus, sie wahrhaftig und überzeugend zu attackieren, denn so würden sie stürzen müssen. Es schienen ihnen, den falschen Autoritäten, vorbestimmt. Das mißlang, doch die Jahrzehnte seit jenen Versuchen waren geprägt von den Erfolgsdarstellungen der Protagonisten jener damaligen „Kulturrevolution“. Dreißig Jahre lang feierte Deutschland alle fünf Jahre die Achtundsechziger. Irgendwann hörte das auf, man schaue in die Spiegel-Ausgaben. Der Geist von ’68 war „durch“ und erledigt, sonstwas hatte den Sieg davongetragen. Das Arrangement vielleicht, namens Die Grünen. Ein seltsames Produkt aus Rebellion und Anpassung. Einst eine Bewegung, jetzt noch Partei mit eigener Klientel und definierten Gruppeninteressen. Allerdings protestantisch geprägt, demnach teilend und zerteilend, in eigener „Wahrhaftigkeit“ befangen, demnach das Wesen vernunftzugänglicher Wahrheit verfehlend, die niemals nur das Eine sein kann ohne das Andere. Eine weitere Reformation. Naturgemäß ist dies lediglich Skizze, ich könnte auch schreiben: Martin Luther ohne Wärmepumpe. Dann beginnt das Gespräch. Man müßte einmal ein Gespräch führen mit ihren Vorderleuten zum Thema Moral. Was hat das evangelische Pfarrhaus dazu zu sagen? Ernsthaftes Fragezeichen. Wie steht es um die Kenntnis der einschlägigen Monographie Säkularisation als sprachbildende Kraft. Studien zur Dichtung deutscher Pfarrersöhne (Albrecht Schöne, 1958). Woher nimmt sich das, das sich überlegen weiß, ohne in die Gründe vorzudringen, die es ermöglicht? Eine solche Frage kann in alle nur denkbaren Richtungen gesendet werden.
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