Die Widerstandsfalle

Sie trägt mich dorthin, wo auf höherer Ebene zusammengefaßt und enthalten ist, was das Eine und das Andere ausmacht. Es handelt sich bei dieser Elevation nicht um einen Kompromiß, sondern um den Versuch einer Lösung der Widersprüche.

Ich verteidige den Trotz, wo er mir begegnet. Er dürfte sich gegen mich selbst wenden. Ich könnte ihn verteidigen. Trotz ist Ich-Schutz. Solange das Ich sich schützen muß, ist dies notwendig. Das Selbst ist ein besserer Begriff für das, was kostbar ist.

Die Widerstandsfalle wirkt verdummend, wenn Interessen geleugnet werden und die Perspektivität unbeachtet bleibt. Es ist natürlich, daß jemand etwas will und es durchzusetzen trachtet. Es ist verständlich, daß Interessen sich zu bemänteln versuchen und als Altruismus reüssieren.

Die Widerstandsfalle sorgt dafür, daß man ungenau zuhört und schlecht versteht. Sie führt dazu, daß man sich gerechtfertigt wähnt, ohne eigentlich zu wissen, woher solche Auserwähltheit sich nehmen mag. Ansprüche.

Da nun viele emsig dies und das vertreten und aufeinander einwirken, stellt sich die Frage nach dem Ganzen, das den Streit und die Wesen enthält. Dieses Ganze benötigt keinen pompösen Titel und wird auch nicht repräsentiert. Niemand kann das. Daher die Poesien.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Die Widerstandsfalle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert