Ach, die vielen Götter und Halbgötter, ihr munteres Treiben in einem Universum aus Lust und Laune, Mißgunst und Rache, ihre Sinnlichkeit und ihr menschliches Streben nach Anerkennung, Ruhm und Ehre. Auch waren sie neidisch. Sie ähnelten den Menschen, damit die Menschen ihnen ähnlich zu werden trachten könnten. Das war Nietzsches Argument, vielleicht von Jacob Burckhardt abgeleitet. Der monotheistische Gott dagegen wie ein Denkmal: hart, hoch, kalt. Gebietend, verbietend. Ein Vater, ein Herrscher. Die absolute Gewalt. Auf sie muß ein jedes sich beziehen und eigenen Wert aushandeln gegenüber ihrer Macht. Daran kämpft der Sohn sich ab und verblutet, und ob sein Tod Gottes Wille war, bleibt diskutiert. Vor den Vätern sterben die Söhne, schrieb Thomas Brasch.
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