Gestisch

Die Schönheit kann man nicht wollen, auch nicht berühren. Sie ist ein unverhofftes Ereignis. Stets wird man sie wollen, stets auch betasten wollen (wissen, wie sie sich anfühlt). Wer sie berührt, wird sie verfehlen. Wer sie will, wird sie vermissen. Nach ihr soll nicht gegriffen werden, man soll sie nicht haben wollen. Niemals darf sie Besitz sein oder werden. Denn wäre sie Besitz, könnte jemand verfügen. Über die Schönheit verfügt man nicht. Sie gibt sich hin oder ist fort. Die Künste sollten davon wissen.


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