Zu erkennen, daß man ein ganz und gar eigenes Leben hat, führt dazu, erkennen zu können, daß andere ein ihriges zu verwirklichen sich bemühen. Werde, der du bist. Ein schrecklicher Satz, zunächst, jedenfalls seltsam. Rätsel der Entfaltung. Du bist ganz und gar das, was du tust und nicht tust. Achte auf das, was du nicht tust. Ich lief los, als ich mich fürchtete, einstmals derjenige gewesen zu sein, der nicht loslief, als es an der Zeit war. Wir bereuen selten, was wir getan, vielmehr das, was wir nicht getan haben. Das gilt für Friedenszeiten. Im Krieg gelten die Regeln des Kriegs, sie lauten anders.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.