Warum tut man das

Innerlich aufgerührt in manchen Stunden, Turbulenzen ausgesetzt. Es kann nicht immer ruhig sein, nur weil man es ruhig möchte. Manchmal werden Brunnenschächte geöffnet, scheint es, und es fließt und flutet, und ich selbst bin am meisten erstaunt, was da herauskommt und hinaus will. Ich versuche in größtmöglicher Gelassenheit zu leben und rege mich tagsüber selten auf. Die Menschen sind, wie sie sind, ich nehme sie, wie sie sind, nehme mich selbst, wie ich einstweilen bin, und so weiter. Nachts entlädt sich zuweilen etwas, und ich würde es nicht Wut nennen oder vornehmer Zorn. Ich würde es ausatmende Verzweiflung nennen, fast schon erleichtert danach. Ich möchte es sagen. Es soll gesagt sein oder geschrieben. Aber was ist es? Es ist ein Teil der Wahrheit. Es ist mein Teil, dasjenige, was ich beitragen kann zu einem Bild. Es ist mein Mosaiksteinchen, und daß dieses Steinchen oder Bildteilchen nicht fehlt, das scheint mir wichtig zu sein.


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