Wir durchlaufen Phasen der Entwicklung, persönlich und gemeinschaftlich, gesellschaftlich und von mir aus menschheitlich. Je größer, desto ungewisser. Ich mag Teil einer Menschheit sein, sicher bin ich es, doch sobald von Menschheit gesprochen wird, mache ich mich klein, als gehörte ich nicht eigentlich dazu. Es eignet mir nicht, Teil von etwas Unüberschaubaren zu sein. Das Unüberschaubare soll sich nicht auf mich berufen können, umgekehrt ich nicht auf es. Es ist keine Wesenheit, es kann nicht sprechen, nicht denken, nicht handeln. Menschheit ist ein Geist, ein Gespenst, eine Gottheit, eine Astraktion, ein Irrwisch, ein Schemen, eine Irritation, eine Suggestion – eine in den Diskurs eingeführte Größe. Sie würde quicklebendig im Falle einer außerirdischen Bedrohung. Menschheit müßte sich bilden, um dem Feind Paroli zu bieten. Gruppenbildung und Gemeinschaftsgefühl entstehen über die Abweisung einer konkurrierenden Einheit menschlichen oder menschenähnlichen Handelns und Strebens.
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