Simenon ist auch deshalb eine Wiederentdeckung, weil wir, sofern ich das ausreichend beobachte, von Idealismus geflutet werden. Idealismus ist oft gut gemeint, seine Vertreter erstreben Verbesserungen und wissen bereits, wie sie umgesetzt, installiert oder implementiert werden können. Sie verfügen über eine Agenda oder arbeiten daran. Eine Agenda ist ein Abfolgeplan, der die einzelnen Schritte hin zu einem Ziel beschreibt und benennt, vom Ist- in den Sollzustand, ein Parcours der zu überwindenden Hindernisse. Wird Geld in die Hand genommen, kommen Strategieberatung und -planung hinzu, eine Prozeßüberwachung und -kontrolle sollte nicht fehlen, gefolgt von der Kampagnenauswertung. Idealismus ist ein hartes Geschäft in der Realität faktischer Macht und Ohnmacht. Wer will was? fragt Simenon. Eine Begründung wird sich ebenso leicht finden lassen wie eine Überhöhung des eigenen Strebens. Stets geht es um das Große und Wahre und Richtige.
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