Glück besteht aus Kleinigkeiten

Es war ein Tag der Freundlichkeit und der Helligkeit. Obzwar kalt, lag eine Gunst auf den Stunden, matt schimmernd und dennoch warm. Der Winter geht und sein Gefolge mit ihm. Aus dem Bikini-Haus hat man einen Blick auf die Paviane im Affengehege des Zoologischen Gartens. Zwei von ihnen tauschten unterhalb des Steinhügels die Plätze und schmiegten sich einander an. Sechs Grad Außentemperatur. Der sonst mürrische Antiquar in der Bergmannstraße wünschte einen „Guten Tag noch“. Ich dankte und fragte, ob er denn auch etwas Sonnenlicht abbekomme (in seinem Buchverlies). Doch, versicherte er. Ich mußte schlucken, als ich das Geschäft verließ, Raymond Queneau im Gepäck, Heiliger Bimbam. So viel Freundlichkeit von jemandem, den zu belästigen man sich wähnt, selbst wenn man Bücher bei ihm ersteht, ist ein Geschenk. Wir kennen uns seit fünfzehn, zwanzig oder mehr Jahren, doch heute war er das erste Mal freundlich, wenn auch vielleicht widerstrebend.


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