Mit neuzehn kam es mir vor, als hätte ich den Zirkus einmal bereits durchtanzt und käme nun in die zweite Runde. Die Astrologen wissen es besser, wie stets, sie sagen, im Alter von achtundzwanzig sei dies der Fall. Jedenfalls sind hier Runden zu absolvieren, ein Lebenslauf führt nicht geradeaus – ins Meer, in den Himmel, in die Grube. Ich mache mich osterfein und bedenke das Leben. Aufgewacht mit der Vision, daß meine zukünftigen Tage in langer, gewundener Linie zum Horizont führen, jeder Tag ein winziger Punkt auf der Linie, und von nahem betrachtet wird deutlich, daß die Tage Kugeln sind, fußballgroß. Tritt man gegen sie, bricht man sich den Fuß. Sieht man sich um, sind die Tage bloß noch Schatten, sie schlängeln sich durch die Landschaft des Lebens und führen ins warme, höhlenhafte Dunkel der vorgeburtlichen Zeit. Aus den Kugeln könnte man die Stunden ziehen, ließen sie sich lösen. Die Tage sind aus den Stunden zusammengesteckt. Genauer wurde das Bild nicht.
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