Wie mit einem Kind

Manche nennen es Entwicklung, ich nenne es Quälerei. Bis man endlich zu sich kommt. Vorher soll man sich noch finden. Großer Gott, wen denn, was denn, wo denn, wie denn. Bin ich denn zu mir gekommen, habe ich mich finden können im Wartesaaldauersitzprogramm, in der Beschleunigungszentrifuge, in der labyrinthischen Versuchsanordnung namens Leben? Ich laufe weiter. Bin ich bei mir – ich hoffe. Habe ich zu mir gefunden – sicher, sicher. Der Tag serviert Gewißheiten, die Nacht macht schwanken. Ich bleibe nicht lange mehr auf. Schon erlischt die Kerze. Noch einen Schluck vom nassen Wasser, dann ab ins Bett zur Traumfahrt.


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