Wenn wir nicht tanzen, verstehen wir zu wenig. Nicht einmal das Tanzen ist hierzulande verstanden. Man scheut sich. Wer nicht tanzen kann, blamiert sich. Also wird geredet und muß weiter geredet werden, damit nichts passiert. Was ist denn Tanzen? Frag die Frauen, die wissen das ein wenig besser. Als ich zur Tanzstunde geschickt wurde, fürchtete ich mich. Ich lernte die Schritte, kaum mehr. Auf Dorffesten vermied ich Situationen, die mich in Berührung hätten bringen können. Ich stand abseits. Initiationen sind schmerzhaft, doch man muß springen. Niemals der Angst folgen, sie führt immer zurück ins Verbleiben. Ich „lernte“ das Tanzen erst, als ich aufhörte, es als etwas Schwieriges anzusehen oder anzugehen. Tanzen ist so natürlich wie sonstwas. Spricht jemand vom Tanzen, denke ich meist an Nietzsche und sein Tanzlied An den Mistral.
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