Früher sah ich an den Menschen empor und bestaunte von unten ihre geistige Größe und die lässige Vollkommenheit ihrer Handlungen und Gesten. Erwachsen müßte man sein, und wäre man es, würde man Großes und Edles vollbringen. Jetzt, etliche Augenblicke später, sehe ich uns gemeinsam anstehen vor einem nur schemenhaft erkennbaren Gebäude, dessen Tore und Fenster zerfranste Löcher und Durchgänge sind, in das es von oben hineinregnen kann, da das Dach schadhaft ist, und das einen Gebieter beherbergen soll, den keiner von uns Lebenden jemals zu Gesicht bekommen hat. Das Haus der Erkenntnis. Höchst zweifelhaft, das jemand dort residieren wollte, allenfalls noch ein König der Bettler. Ich sehe um mich und weiß nun, daß wir die Bettler sind und bunte Lumpen vielleicht deshalb tragen, um einander zu gefallen. Ein Wind kommt auf und durchstürmt die Ruine und bringt sie zum Klingen. Wir fahren zusammen unter ihrem schaurigen Gesang. „Der Große Garten liegt hinter dem Kasten!“ brüllt einer aus unseren Reihen. „Dort stolzieren Pfauen umher und schlagen ihr Rad!“ Zaghaft setzt er neuerlich einen Schritt nach vorn. Der Gesang wird lauter, das Gebäude stöhnt auf.
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