Ich weiß nun, daß man auch innerlich einfrieren kann. Man sitzt fest, vermag sich nicht zu regen, ist ausgekühlt und überdauert in der Starre eines Eisfachs. Neben einem liegen, nicht minder kalt, Fischstäbchen, Gartenkräuter, Eintöpfe in Plastikbehältern. Schließlich ist es soweit, man ermuntert sich und ruft stimmlos: Endlich! Schon wird es wärmer, man spürt sich atmen, die Finger spreizen. Bald läßt sich auferstehen und gehen, man verläßt den einen Raum und betritt den nächsten, tritt hinaus ins Freie eines Nachmittags und läßt sich von der Sonne segnen. Die Pflanzen, die Tiere, die Menschen – alle machen mit, wenn man sie nur läßt. Leben kann das.
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