Heißer Tag, warme Nacht. Mir ist die Stadt wie vor fünf Jahren. Es wimmelt. Die Nacht wiegt nicht zur Ruhe ein, sie stachelt auf. Zur Unruhe, zu schönen Schandtaten, zu sinnlicher Lebendigkeit. Verwegene Winde durchlaufen die Straßen wie streunende Hunde. Vielstimmig ist der Menschen Chor. Am Himmel hängt ein halbierter Mond. Den lieben langen Tag, der sich neigt, habe ich der Zeit gedacht. Nämlich jenen Wirksamkeiten, die sie in uns entfaltet, wenn wir sie nicht gehörig zur Rechenschaft ziehen. Mag ja sein, daß alles flüchtig ist. Was spricht gegen das Bier, das ich trinke, gegen den Satz, den ich äußere? Warum überhaupt sollte irgendwas gegen irgend etwas anderes sprechen? Ich muß es schärfer fassen: Vergänglichkeit ist ein hoher Wert.
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