Die Standardisierung des Menschen heißt ihn auf Meßbarkeit zu bringen und über die Meßdaten in Vergleichbarkeit zu zwingen. Die ermittelten Kennzahlen entscheiden über Lebenswege, regeln Zugänge und Absagen. „Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren …“, wachträumte Georg Philipp Friedrich von Hardenberg (1772-1801), der sich lieber gleich Novalis nannte: einer, der Neuland bestellt. Er müßte staunen, wieviel den Zahlen mittlerweile zugetraut ist, immer und immer noch mehr, insbesondere hinsichtlich des Menschen. Von der Intelligenzmessung über die Schulnoten hin zum BMI. Der derart verratene Einzelne zappelt im Netz der Statistiken, und er zappelt auch nur, insofern er noch lebt.
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