Autofahrten ergeben kein Bild. Die Bilder sind endlos und werden, kaum geschaut, fortgerissen in Folge eigenen Tuns. Man durchmißt Landstriche wie ein Pfeil, beschleunigt sich selbst dank der Maschine und der gebahnten Bahn nach vorn. Vorn liegt das Ziel, und ist es erreicht, dürfen erst dort die würdigen Bilder sein und bleiben. Deshalb ist eine Fahrt meist keine Reise, es sei denn … Manche wollen schnell ans Ziel, andere zögern solches Ankommen hinaus. Ich liebe die Verzögerungen, die Umwege, sogar die Hindernisse. An ihnen staue ich mich auf und lasse mich erlösen vom Zugriff banaler oder brutaler Linearität. In einem Wartezimmer einer Zahnärztin lernte ich, was die Stoiker lehren. Es regnete nicht hinein, es war geheizt, ein Gemälde hing an der Wand. Ich lief darin spazieren wie auf einem Zahlenhof.
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