In einem fremden Zimmer sein und sich umhören. Ein Bild an der Wand, gerahmte Reproduktion eines bekannten Gemäldes. Stuckdecke, Kronleuchter, dunkle Holzvertäfelung. Vollkommene Ruhe in der mittelalterlichen Stadt unter einem fernleuchtenden Vollmond bei Nebel. Nicht weit von hier fließt der Fluß der Kindheit im Flußbett bei Hochwasser, schneeweiß liegen die Höhenzüge entlang und abseits seines Strömens. Im Haus von damals wird ausgeräumt. Kindheit endet nicht, sie verendet und ersteht erneut. Nur daß es vollkommen ruhig in mir ist. Ich bin geborgen in diesem Hotelzimmer und könnte Tage noch bleiben. Ich bin hier ganz bei mir. Ein jedes befindet sich in exakter Distanz, also Nähe. Kann man glücklich sein, ohne zu jubelieren.
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