Während ich die Serie über die Peaky Blinders ein zweites Mal sehe und nochmals empfehle (da sich etliches lernen läßt), gerate ich an ein Stück von Tom Waits und frage, ob es nicht neuerlich Zeit für einen wäre, der nicht „er selbst“ (sozial maskiert) sein kann, da er mehr sein möchte als nur ein Bürger, der nicht mehr warten kann, daß etwas Entscheidendes mit ihm und all dem anderen geschieht, sondern vielmehr ein Star, ein angeschossener, angetrunkener, vom Bühnenlicht geblendeter Stern sein mag, jemand jedenfalls, den sich andere merken werden aufgrund seiner Auffälligkeiten, beispielsweise der, daß seine Stimme nicht natürlich klingt, es sei denn, man konzidierte, daß solch jemand ebenfalls zur Natur des Menschen gehören dürfte oder könnte, jemand mit zuviel Whisky oder Zigaretten oder durchgemachten Nächten in der Stimme. Wir sind doch neuerdings ehrbar und prüde wie Viktorianer. Lebt denn dieser Thomas Alan Waits, geboren am 7. Dezember 1949, noch, freut es ihn? Er kennt die Einsamkeit und singt sie, zwingt sie, läßt sie laufen, das ist gut.
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