Im lautleisen Wartezimmer der Zeit

Noch immer ruhiger und dadurch innerlich stärker möchte ich werden. Noch immer tiefer forschen und dadurch befähigter sein, selbst die „Tiefe der Oberfläche“ zu ermessen. (Ich markiere die Phrase, ein Oxymoron, als Zitat, das ich nach erstem Gedächtnis Egon Friedell zuspreche.) In stürmischen Zeiten wird umso mehr die Ruhe zur „Macht“ (Ausdrucks- und Handlungsfähigkeit) tatsächlich noch eigener Kraft. Sie ist dasjenige, das nicht mitflattert und zu Fetzen zerreißt. Ich weiß aber gar nicht, wie stürmisch es ist. Vielleicht stehe ich nur zwischen installierten Windmaschinen, die ihre Gebläsestärke ausprobieren. Andererseits sind längst „die Dämonen“ wachgerufen. Die geifern schon mit. Dämonen sind die Geister jener Toten, die keinen Frieden finden konnten. Sie spuken in den Köpfen und Bewegungen der Lebenden oder heften sich ihnen an. Ihr Trachten richtet sich darauf, rehabilitiert (aufgewertet) zu werden.


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