Harpune

Noch ein paar zarte Schritte in den feinen Schnee dem Vollmond zu, der am Himmel steht wie damals, als die Romantik noch nicht erfunden war, und noch weiter damals, als nur die Kojoten ihn anheulten, und noch weiter damals, als es kein damals gab, da das Wort dafür nicht existierte. Die Worte folgen den Tatsachen, doch die Tatsachen sind auch ohne die Worte. Es gibt allerdings Tatsachen, die sind erst durch Worte. Allein das Wort macht detektivisch. Da muß etwas geschehen sein, daß eine Handlung in eine Sache einbricht oder eine Sache zu Handlung führt – und dann als Sache erstarrt. Ich empfand das Wort stets als kalt und amtssprachlich. Das ist eine Tatsache, doziert vom Pult oder vom Katheder irgendein urteilender Amtsinhaber und schlägt mit der Faust auf die Kante. Tatsache suggeriert, es gäbe weder Betrachter noch Beurteilung. Objektivität bedeutete, daß die Objekte selbst zu sprechen begännen. Erneut Nietzsche. Wann wird man denn einmal vor ihn kommen, statt ständig nachzulaufen? Die Juristen könnte man fragen, die nehmen mit weniger vorlieb, nicht zuletzt, da sie müssen. (Ohne Tatsachen sind sie aufgeschmissen.) Eine erkenntnistheoretisch praktikable Lösung, die zu befrieden hat, aber nicht zu befriedigen vermag. Man müßte in Das Herz aller Dinge schauen, um zu verstehen und zu bewerten. Doch das ist nicht möglich. Kaum die Metapher wird verstanden, Graham Greene hat sie benutzt für einen Roman, 1948 erschienen.


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