Steine und Namen

Lese Tagebuchaufzeichnungen aus dem letzten Sommer, ich war unterwegs. Orte und Menschen, Landschaften in Himmel und Erde, allein und in Begleitung. Geschichten von Grabsteinen auf Friedhöfen, die verlassen sind wie die Ewigkeit. Zur Stille des Ortes gesellten sich Rehe, die zwischen den Grabstelen ästen, leise und aufmerksam wie scheue Besucher aus anderer Wirklichkeit mit großen glänzenden Augen. Die Grillen zirpten, es war heiß. Das Gras stand kniehoch und vertrocknet. Endlos erstreckten sich die Grabmale in langen Reihen. Der Zentralfriedhof in Wien ist legendär und groß, die Rehe dort zieht es auf den alten jüdischen Friedhof.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Steine und Namen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert