Dauernd ist Nacht, obwohl doch die Tage nun länger werden und das Licht die Finsternis zerschiebt. Nachts läßt sich denken und fühlen und sagen, wozu am Tage zu schweigen ist. Es existiert, jeder weiß es, eine Alltagsvernunft, die sich zeigen kann und auch muß; sie ordnet zuverlässig Zuständigkeiten und Zugehörigkeiten gemäß der berechtigten Interessen, hilft auch dabei, die lästigen Geschäfte abzuwickeln, und anerkennt not- und situationsgebunden oder -gedrungen die Regeln, unter deren Herrschaft und Geltung sie stattfinden kann und muß. Die nächtliche Vernunft ist größer, sie umfaßt still die ganze Welt. Ich idealisiere bewußt, denn ich unterscheide die kleine von der großen Vernunft.
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